Keinen neuen Tagebau

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Greenpeace Hildesheim nimmt teil an einer bundesweiten Greenpeace-Aktion zum Anti-Kohle-Tag, die am 29. Juni in 52 Städten Deutschlands stattfindet. Ziel der Kampagne ist es Unterschriften für eine Einwendung gegen die geplante Erweiterung des Braunkohletagebaus Welzow-Süd in der Lausitz zu sammeln und dabei die Bürger über den Braunkohletagebau sowie die klimaschädliche Braunkohleverstromung zu informieren.

Auf einem großen Banner wird plakativ verdeutlicht, wie der riesige Schaufelbagger nicht nur malerische Landschaften und Dörfer vernichtet sondern gleich auch noch den Erfolg der Energiewende gefährdet. Windräder fallen ihm zum Opfer, denn sie werden abgeschaltet, wenn zusammen mit den schwer regelbaren Kohlekraftwerken gerade ein Zuviel an Strom erzeugt wird. Der moderne Ansatz der Nutzung regenerativer Energie wird durch den Einsatz veralteter Technik verzögert oder gar verhindert.

Dazu kommt noch: Braunkohleverstromung ist ineffizient (Wirkungsgrad ~35%), belastet die Umwelt und erzeugt deutlich mehr klimaschädliches CO2 als alle anderen fossilen Energieträger. Deshalb lautet das Motto: „Klimawandel stoppen heißt Kohle stoppen“ und Greenpeace fordert die Braunkohleverstromung bis zum Jahr 2030 durch regenerative Energien zu ersetzen.

Die in der Fußgängerzone verteilten Flyer erläutern prägnant die Hintergründe und Fakten zu Braunkohleabbau und -verstromung und vermitteln so, den sehr von der Energiewende betroffenen Bürgern, die wesentlichen Maßnahmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Energieversorgung. Ein besonders empfehlenswerter Onlinevortrag über den Braunkohlabbau in der Lausitz ist unter www.braunkohle.info abzurufen.

Text: Lutz Weise