Aktions- und Menschenkette

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Ca. 20.000 Menschen haben sich am 09.03.13 aus Anlaß des Fukushima Jahrestages trotz widriger Witterung allein an der Katastrophen-Simulation rund um das AKW Grohnde beteiligt, somit eine der größten Demonstrationen gegen das Kraftwerk überhaupt.

An weit mehr als 200 Punkten entlang der 380 km langen Strecke rund um ein angenommenes Evakuierungsgebiet fanden Flüchtlingstrecks statt, standen Dekontaminierungsstationen, Notküchen, beteiligten sich Landwirte, Kirchengemeinden und viele weitere Bündnisse an der Aktion. Aus der Nordheide reisten 26 Greenpeace Aktive nach Bodenburg und auch unsere Hildesheimer Gruppe war gleich dreimal involviert.

14 Aktive der Hildesheimer Gruppe - unterstützt von weiteren 5 Mitbürgern - standen an der B 243 Kreuzung Marienburg/Söhre/Hildesheim/Egenstedt. Ausgerüstet mit selbstgebastelten Infotafeln und Bannern wurden Autofahrer auf die möglichen Auswirkungen und Gefahren eines Störfalles im nahegelegenen AKW Grohnde hingewiesen. Die Bilder zeigen eindrucksvoll die Darstellung des Protestes.

Gleichzeitig fungierte unser Büro in der Wollenweberstr. als Einsatzzentrale für das Orgateam der Abschlußveranstaltung ab 14.15h am PvH. Der Aufbau startete dort um 10.00h, super pünktlich stand alles bereit.
Im Büro selbst wurde um 09.00 Uhr eine kleine Vernissage von René Beining und Sven Ließmann aus der Taufe gehoben. Beide Künstler befassen sich mit dem Thema Atomkraft. Ausdrucksvoll zeigen die Bilder das Gefahrenpotential auf. Die Reihe wird ergänzt und fortgeführt. Wir laden herzlich zu einer Besichtigung ein, siehe Büroöffnungszeiten.

Bei der Abschlußkundgebung haben wir natürlich den Redebeiträgen und Musikgruppen zugehört, aber eben auch einen Stand aufgebaut, Infomaterial verteilt und Fragen interessierter Passanten beantwortet. Der größte TV und Radiosender Japans - NHK - Nippon Hōsō Kyōkai, ( 日本放送協会 ), war mit einem Moderatoren -und Kamerateam vertreten.

Die Demonstration verlief landesweit anschaulich und friedlich. Das Chaos nach einem Störfall in einem AKW, egal ob in Deutschland oder im Ausland mögen, können oder wollen sich viele Menschen nicht vorstellen. Die Gefahr ist jedoch real, daher fordern wir eindrücklich das Abschalten vor 2021/2022 und werden uns an weiteren Aktionstagen auch in Zukunft dafür einsetzen.

Text: Detlef Ramisch

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