Rat + Verwaltung sind gefordert

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 Gestalten statt nur verwalten

 

Die Hildesheimer Greenpeace-Gruppe hat seit Anfang des Jahres an einem Plan zur Steigerung der Lebensqualität und Verbesserung der Luft in Hildesheim gearbeitet.

Bei verschiedenen Info-Aktionen haben MitbürgerInnen aktiv an einem Stimmungsbild mitgearbeitet und klar zum Ausdruck gebracht, dass sich in Hildesheim etwas ändern muss.

Überwiegend herrscht der Eindruck vor, dass im Stadtrat das Thema – seit zum Teil über zehn Jahren – vor sich hergeschoben wird. Nach der im Februar/März 2017 aufgekommenen Diskussion wurde es nach inhaltlicher Beratung in der Maisitzung des Steba (Ausschuss für Stadtenwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr) zum wiederholten Male vertagt, diesmal bis zum Ende des Jahres.

Die Situation in vielen deutschen Städten berücksichtigend und unter Einbindung der Mobilitätskampagne von Greenpeace Deutschland, wurde ein 12-Punkte-Plan von der Hildesheimer Greenpeace-Gruppe erstellt. Dieser wurde anlässlich eines Besprechungstermins am 23. August 2017 an OB Dr. Ingo Meyer und Michael Veenhuis, Bereichsleiter Stadtplanung und Stadtentwicklung, zusammen mit den Wünschen und Anregungen der befragten BürgerInnen übergeben.

Das Gespräch fand in einem offenen und guten Gedanken Austausch statt.

Einige Punkte wurden seitens des OB als für sehr schwierig durchsetzbar erachtet, bei weiteren Punkten herrschte Übereinstimmung die Umsetzung betreffend. Bei der Geschwindigkeitsreduzierung auf der B 1 bremse die Landesregierung.

Zum Schluss der Unterredung wurde seitens der Stadtspitze die Prüfung der einzelnen Punkte zugesagt.

Zu berücksichtigen sind natürlich immer Entwicklungsphasen, findet Yannik Kolmer, GP-Teilnehmer, einige Punkte ließen sich recht schnell umsetzen, manche brauchen vielleicht wirklich bis 2030, aber daran muss gearbeitet werden.

Wie oben schon erwähnt, haben Greenpeace-Mitglieder in vielen Gesprächen der vergangenen Monate eher den Eindruck gewonnen, dass die Hauptursache des Nicht-Weiterkommens beim Rat der Stadt Hildesheim liegt.

Hier ist klar festzustellen: es geht um die Gesundheit aller MitbürgerInnen. Viele Menschen wünschen sich mehr Grünflächen, mehr und bessere Möglichkeiten für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr, weniger Verkehrslärm und Verschmutzung und somit eine attraktivere Innenstadt. Es ist Zeit zu handeln: jetzt. Sonst verliert Hildesheim den Anschluss.

Die Erbauer des Hotels Rose, einen großen Parkplatz vor Augen habend, hätten sich wahrscheinlich auch nicht vorstellen können, dass wenige Jahrzehnte später die Autos von der Oberfläche verschwunden sind und der Rathausplatz zum Verweilen einlädt.

Publikationen

  • PDF icon Aktionsplan Greenpeace HildesheimPDF |404.57 KB Dies ist unser Aktionsplan, bestehend aus 12 Punkten, mit dem bis 2030 ein Hildesheim der kurzen und vor allem umweltfreundlich zurückgelegten Wege entstehen soll.